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Das Trauma: kein Geld für Medizin:
Das rumänische Spital hat keine Medikamente. Angehörige kaufen es in ganz Europa und verschulden sich rettungslos.


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Das Problem: kein Geld für Medizin

Katastrophale Zustände in Mures - einem rumänischen Spital in Transsilvanien (Siebenbürgen)

Für Menschen in Westeuropa ist es kaum vorstellbar, wie der Betrieb in einem rumänischen Spital - in der heutigen Zeit! - abläuft.

Mures ist eine Zentrumsstadt in Transsilvanien, auch Siebenbürgen genannt. Das Land ist verarmt, die Einrichtungen zumeist schlecht. Das Spital ist für die Behandlung der Kranken im Umkreis von rund 100 Kilometern zuständig.

Kinder bis 18 Jahre gelten offiziell als vom Staat krankenversichert. Doch weil der Staat faktisch bankrott ist, kann er für Zsolti keinerlei Kosten übernehmen, obschon die Mutter ihre Beiträge regelmässig einbezahlt hat. Das Krankenhaus übernimmt in der Folge Behandlungen nur gegen Vorauszahlung in bar. Patienten, die nicht zahlen können, werden nicht behandelt und ihrem Schicksal überlassen. Das allein garantiert noch keine gute Behandlung im Spital. Es wird systematisch erwartet, dass das Pflegepersonal regelmässig mit Geld oder Lebensmitteln (zum Beispiel Kaffee und Schokolade) bei guter Laune gehalten wird.

Im Spital Mures sind von keinem Medimanent genügend Vorrat, das bedeutet: Patienten, respektive Angehörigen müssen die Medikamente selber irgendwo beschaffen und ins Spital bringen. Selbst Nurofen oder Paracetamol... Gerade spezielle Medikamente, wie solche für die Chemotherapie (CYTOSAR), sind in Rumänien nicht erhältlich und können nur in Ungarn oder zum Beispiel in Deutschland beschafft werden.

Auch die Qualität des Essens entspricht nicht dem, wie es in einem Spital erwartet werden dürfte. Aus diesem Grund bringen viele Anghörigen ihren Liebsten das Essen und Trinken (min. 3 Liter/Tag) von Zuhause mit. Doch auch sie müssen völlig umdenken, denn die Chemotherapie erfordert eine komplette Ernährungsumstellung. Das überfordert die Familie natürlich zusätzlich.

In Rumänien warten momentan 80000 Leukämiekranke auf ihre Behandlung. Viele Mütter sind ins Ausland gefahren, um Geld für ihre Angehörigen zu beschaffen, währenddem die Väter zuhause zum Rechten schauen. Viele Bauern mussten Tier und Fahrzeuge verkaufen, um Geld für ihre kranken Angehörigen zu beschaffen.


 


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Z S O L T I S   K R A N K H E I T   B E L A S T E T   D I E   F A M I L I E   S E H R   S T A R K 

Kosten für Zsoltis Pflege horrend

Wie hat es Zsolti bisher geschafft? Zsoltis Mutter und die Grosseltern sind grundehrliche Menschen, die fast mittellos leben und mit ihrem Herzblut für Ihre Kinder da sind und sie ernähren. Grossvater und -mutter sind pensioniert. Nur dank der gütigen Mithilfe von Verwandten, Bekannten, Nachbarn und Freunden hat es bisher mehr schlecht als recht gereicht. Sie alle haben ihr Vermögen zusammengekratzt. Doch das reicht nicht (mehr) aus, denn die aufwändige und teure Pflege ist noch längst nicht abgeschlossen. Sie geht weiter und verschlingt in Fall von Zsolti jeden Monat horrende 5000 Euro...

Verglichen mit dem durchschnittlichen Monatsverdienst von 200 Euro eine unsagbar hohe Summe. Die Mutter, die nun hauptamtlich ihr Kind pflegt, erhält nur gerade 100 Euro Pflegegeld. Nur gegen bares Geld gibt es lebensrettende Pflege.


 


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M E D I K A M E N T E N L I S T E 

Benötigte Medikamente

Folgende Medikamente benötigte Zsolti in folgenden Dosierungen PRO MONAT:
- IMUNGLUBIN (Koivig/Humaglobin): 2x5 Gramm (Ampullen) - kostet 941 Euro
- CYTARABIN (Cytosar), ARA-cell: 260 Ampullen zu 10 ml - kostet 3640 Euro
- Neupogen (Körperabwehr) - kostet ca. 200 Euro

Die Medikamente mussten von den Angehörigen - falls vorhanden - in einer regionalen Apotheke, im Normalfall jedoch im benachbarten Ungarn, Deutschland oder in anderen Ländern gekauft und ins Spital Mures gebracht werden. Das Spital verfügte nicht über die entsprechenden medizinischen Mittel.



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