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Zsoltis kritische Zeit im Krankenhaus:
Jeden Tag bangen, ob es einen neuen Tag im Leben Zsoltis gibt.


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Zsoltis kritische Zeit im Krankenhaus

Die grosse Angst, ob Zsolti dies überlebt...



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Chemotherapie
Dank den eingegangenen Spenden konnte Zsolti die teure Chemotherapie von April bis September 2010 im Spital von Mures durchführen. In der Zwischenzeit hat man intensiv nach Blutspendern gesucht. Die Belastung für den Jungen waren in diesen Wochen sehr gross. Er lebte mehrheitlich im Spital. Immer wieder musste er sich von neuem motivieren. Immer mehr wurde es dem tapferen Jungen bewusst und er litt darunter, dass sein Leben sehr eingeschränkt ist. Währenddem seine Kameraden zu Hause spielten, spielte sich sein junges Leben in den weissen Wänden im Krankenhaus ab. Es wurde zwangsweise sein "zweites" Zuhause, sofern man von "Hause" sprechen kann.


Zwischenzeitliche Hoffnung
Als die Chemotherapie abgeschlossen war, durfte Zsolti vorläufig wieder nach Hause. Er war sehr erleichtert, wieder "andere Luft" als die vom Krankenhaus schnuppern zu können. Die Zuversicht nach einem "normalen" Leben eines Jungen kehrte für kurze Zeit zurück. Zuhause wurde er - zu seiner grossen Freude - von seiner Schulklasse besucht. Er hat sich sehr über das Wiedersehen gefreut.

Zsolti versuchte mit allen Kräften, wieder zu Schule zu gehen. Dies war ihm jedoch nur für zwei Wochen vergönnt.



 


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Strategieänderung der Ärzte: Knochenmarktransplantation!
Im Herbst 2010 änderten die Ärzte zur Überraschung aller die Strategie. Bei Zsoltis Art Leukämie bestand die Gefahr eines Rückfalls. Um diesem vorzubeugen, sind die Ärzte im Verlauf des Jahres zur Überzeugung gekommen, es wäre besser, einen Knochenmarkspender zu finden.

Eigentlich hofften die Angehörigen, dass die Chemotherapie so positiv verlaufe, dass einem "unspektakulärem" Heilungsverlauf von Zsolti nichts mehr im Weg steht. Dann erneutes Bangen: Mit der Ankündigung der Knochenmarktransplantation kehrte die Angst um das Leben des jungen Zsolti zurück.

Die Wahrscheinlichkeit für einen passenden Spender sind erfahrungsgemäss sehr klein. Die Erleichterung war deshalb gross, als sich nach Untersuchungen im Spital herausstellte, dass Zsoltis Bruder, Hunor, die Voraussetzungen mitbringt.

Im November wurde Zsolti wurde ins Spital Timisoara (360 Kilometer von seinem Zuhause) beordert. Mit der grossen Distanz kamen viele Auslagen dazu. Allein in einem Monat verschluckten die Kosten für Aufenthalt und das Leben im Spital 40 Millionen Lei (ca. 1000 Euro pro Monat), die die Angehörigen zu tragen hatten. Dank den Spendern konnte die Familie dies bis heute tragen.

Auch die grossen Sorgen sind zurückgekehrt: Die Ärzte sind in ihren Prognosen sehr zurückhaltend. Eben gerade starben auf der Onkologieabteilung des Spitals der Universitätsstadt Timisoara zwei Kinder an den Folgen einer Transplantation.


 


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Zsoltis Durchhalten im Isolierzimmer
Ab Anfang Dezember 2010 lief der Countdown für die Transplantation. Zu diesem Zweck wurde Zsolti in ein Isolierzimmer verlegt. Dann wurde das Immunsystem medikamentös "runtergefahren", um es für die Transplantation vorzubereiten. 98 Tabletten pro Tag (!) musste der bedauernswerte Zsolti in dieser Zeit schlucken!

Die Weihnachtstage verbrachte Zsolti allein in seinem steril-abgetrennten Spitalzimmer. Besonders schwere Momente, jährte sich doch gleichzeitig der Todestag seines Vaters. Auch die Familie wurde nicht mehr zu ihm zugelassen. Der einzige Kontakt nach "draussen" war eine Scheibe. Seine Mutter konnte ihn durch das Fenster sehen und mit ihm über eine Gegensprechanlage kommunizieren.

Der Tag "Null", der Schicksalstag, näherte sich immer mehr: der 29. Dezember 2010. Ab diesem wurde Tag wurde begonnen, Zsolti Hunors Zellen durch Katheter in den Körper einzuführen. Die nächsten elf Tage waren besonders kritisch, weil Zsoltis Immunsystem komplett ausser Funktion gesetzt ist.


 


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Zsolti am Sylvesterabend aus seinem Krankbett im Spital Timisoara: "Vielen herzlichen Dank für die grosszügige Hilfe, die ich von Ihnen erhalte. Ich wünsche allen von Herzen ein gutes neues Jahr"



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Dann folgte eine weitere entscheidende Phase: Die bange Frage, ob Zsoltis Körper die fremden Zellen überhaupt annimmt oder abstösst und ob allenfalls gefährliche Infektionen auftreten. Eine erste wage Prognose stellten die Ärzte auf April 2011 in Aussicht.

Die ganze Familie, alle Angehörigen, Nachbarn und Freunde bangten in diesen Tagen um Zsoltis Leben.

Auch danach muss der Körper in sterilem Umfeld bleiben. Um nach der hoffentlichen Rückkehr von Zsolti einen Rückfall unter allen Umständen zu vermeiden, wurde das Zuhause von Zsolti möglichst steril umgebaut. Es muss nicht gesagt werden, dass aus diesem Grund Zsoltis Familie mit grosser Dankbarkeit weitere Spenden annimmt.


 


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S C H R I T T   V O R W Ä R T S   -   Z U R Ü C K   I N S   L E B E N 

Nach acht Wochen unmenschlichen Zuständen und Belastungen im Isolierzimmer überbrachten die Ärzte Zsolti und seiner Familie die wunderschöne Mitteilung: Zsolti darf nach Hause! Am 15. Februar 2011 war der grosse Tag!



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